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Das Phänomen der Falschmeldungen
posté le 03/11/18 par Genosse Donjuan Mots-clés  luttes numériques / internet  médias  réflexion / analyse 

Um das Phänomen der Falschmeldungen zu verstehen ist es erforderlich nachzuvollziehen wie es sich abspielt. Hierzu ein Beispiel aus einem Autoradio beim Trampen. In der Bezirksliga Kerngau brach der Schiedsrichter das Freundschaftsspiel zwischen dem Turn-Verein Vordertoffelbach und dem Fussball-Klub Grasstadt kurz vor der Halbzeit ab, weil er mal musste und daher ein aggressives Unterleibsfehlspiel flink abfertigte. Der Fahrer auf dem Weg zur Protestaktion gegen die Stromtrasse kam aber von dort, und erklärte mir tatsächlich lag es am Wetter, aber der Mann ist an diversen Stammtischen als Nichtwähler verschrien. Was ist Wahrheit ?

Die einfache Antwort darauf ist : Das was stimmt. Falschmeldungen jedoch führen zu Verstimmungen. Das ist etwas grundsätzlich anderes als gute Nachrichten, die zu guten Stimmungen, oder schlechte Nachrichten, die zu schlechten Stimmungen führen. In der Falschmeldung ist Wahrheit und Lüge irreversibel vermengt, so wie bei einem Mord die Lebensfunktionen des Organismus irreversibel beschädigt sind. Im Stromtrassen-Streit kollidieren schließlich die Wahrnehmungen : Für die einen ist eine Windmühle ein inkonsequent abgebautes Kohlekraftwerk, die anderen wollen so viele wie möglich davon aufbauen.

Der Unterschied ist dass die Falschnachricht die Tatwaffe ist und die Wahrheit das Opfer. Ihr Erscheinen geht daher der Tat voraus, wie in der Geschichte vom sportlichen Fehlspiel. Was stimmt ist dass an der Falschnachricht irgendetwas nicht stimmt. Welche Zutat ist nicht leicht erkennbar. Es genügt noch nicht einmal als eindeutiges Ausscheidungskriterium, denn auch an der Wahrheit kann etwas nicht stimmen, etwa die Dosierung, aber das entwertet sie nicht als Ganzes. Die Falschmeldung hingegen ist genießbar scheinendes Gift.

Es geht darum sie zu erkennen ohne sie zu verdauen ; in dem Einstiegsbeispiel ist das trivial : Es hängt allein davon ab dass Wetterdaten vorhanden, zugänglich und hinreichend genau sind. Bei den meisten Falschmeldungen ist es allerdings deutlich komplizierter. Im schlimmsten Fall hat die Falschmeldung überhaupt keinen realen Gegenstand, sondern dient allein dazu das Thema zu oktroyieren. Etwa geht es damit darum zu veranlassen dass über alles mögliche nur nicht über die Unsinnigkeit des Stromtransfers und der Energiequellensubstitution gesprochen wird.

Denn mit den fossilen Energieträgern müssen auch die fossilen Verwendungszwecke beendet werden, wie etwa die großindustrielle Kriegswaffenproduktion, und damit entfällt der unnatürlich hohe Bedarf welcher die unverhältnismäßig aufwändige Substitution aufnötigt. Vor diesem Hintergrund dient die Falschmeldung dazu dass die Aufmerksamkeit fehlgeleitet wird und der Sachverhalt unverstanden bleibt. Schlimmstenfalls hinterlässt sie sogar Schäden in Form von Investitionsruinen.

Am klarsten ist dies sicherlich zu erkennen an der größten Falschmeldung der bekannten Weltgeschichte, dem Antisemitismus. Wie man auch dreht und wendet, an dem Diskurs ist nichts dran. Dennoch hat sich die derzeitige deutsche Regierung einen Antisemitismusbeauftragten zugelegt, obwohl das Thema mit Antikorruptions- und Antidiskriminierunsbeauftragten allgemein abgedeckt sein sollte. Die Wahrheit ist jedoch, der Semitismus braucht überhaupt nicht bekämpft zu werden, schon gar nicht staatlich organisiert.

Bekämpft werden muss vielmehr der Zionismus, und zwar als das was er ist, als eine Form der ökologischen Beschönigung, und dies so dass die Kritik nicht träfe würde er seinen eigenen Ansprüchen genügen. Hierin ist eine Renaturierungsbewegung mit dem Anspruch die Wüsten wiederzubeleben die die antiken Imperien hinterlassen haben zur Rechtfertigungsideologie eines autoritären Terrorstaats entartet, der sich nicht einmal zu schade ist für die hohle Behauptung seine Massaker unterliefen ihm versehentlich. Wäre es so, dann wäre dies allein schon Rechtfertigung genug ihn zu zerschlagen, als Lüge ist es das erst recht.

Ein „israelischer Staat des jüdischen Volkes“ gehört historisch-dialektisch-materialistisch gesehen in dieselbe Mülltonne wie ein „römisches Reich deutscher Nation,“ denn es handelt sich dabei um ein reaktionäres Wahngebilde, das unter falscher Flagge ein obsolet gewordenes Hegemoniestreben zu verlängern versucht. Das römische Reich ist schließlich in Dekadenz zerfallen, d.h. der Anteil der Sklavenfänger in der Verwaltung nahm immer mehr zu, bis es an der asiatischen Intervention zerbrach. Am deutlichsten ist das vielleicht an der Architektur der sogenannten Siedlungen zu erkennen. Hier ist das Konfliktprovisorium auf Kosten der Friedfertigkeit zum Dauerzustand mutiert.

Auch wenn Ödland nicht so schnell wiederzubewachsen ist, außer vielleicht mit Pflanzen die bislang versehentlich als Unkraut ausgerottet wurden, so lässt sich aus der kleinteiligen Landschaft dort mehr machen wenn man sobald Verlass ist dass nicht mehr geschossen wird die vielen Immigrantenbunker beseitigt. Die Bergfestungen des europäischen Mittelalters, als dessen traumatisierter Auswurf sich der heutige Staat Israel begreift, wurden durch großkalibrige Kanonen obsolet, weil von ihnen keine Allmende ausging. Die des atomzeitlichen Israel werden es durch die Klimakatastrophe – denn sie sind den Herausforderungen so angepasst dass davon keine Renaturierung ausgeht.

Dafür sind sie Geiseln einer terroristischen Atompolitik, ja bekanntlich auf genau diese Funktion hin angelegt, als Auffangbecken einer geopolitischen Spekulation des Schreckens zu fungieren. Ohne Erstschlagideologie würden sie verfallen, bzw. aus Platzmangel abgebaut werden. Zur biblischen Zeit fürchtete man, die Römer könnten die Wälder um Jerusalem roden. Noch heute gibt es da kaum wieder Bäume. Auch wer die Problematik der Architektur vom Pharao gelernt hat, sollte sich entsinnen können dass es gegen dessen Gesellschaftsentwurf gute Gründe gab. Dennoch ist das atomzeitliche Israel ein Wüstenland.

Was auch immer dahintersteckt, denselben Fehler kann man mit Europa nicht nochmal machen. Atomare Erstschläge funktionieren nicht als Strategie. Nicht einmal dann wenn man daran glaubt. Da irrten die „Kalten Krieger.“ Die Atommächte hab es hier ja ausgiebig versucht, ohne Ergebnis. Man kann daher auch gleich so bauen dass nicht die Bausubstanz vergewaltigt wird und es niemanden abhängig macht. In diesem Sinne wirken die israelischen Siedlungen wie Falschmeldungen, deswegen kommen sie in diesem Kontext so genau vor.

Aber auch ein Gesetz kann eine Falschmeldung sein. Beispiel, als Merkel in ihrer Ohnmacht gegenüber dem klinischen Pflegenotstand einfach die Anzahl der Pflegekategorien erhöhte, so wie es in der medizinischen Tauglichkeitsuntersuchung für den militärischen und zivilen Pflichtdienst in dessen Niedergangsphase mit der Anzahl der Tauglichkeitskategorien der Fall war, um Einstufungen zu erleichtern die es ermöglichten eine für das Militär uninteressante Person doch noch in einer Klinik arbeiten zu lassen, und so eine Lösung des Problems weiter zu umgehen. Insofern ist dieses Gesetz eine Falschmeldung, die eine Vielzahl weiterer Falschmeldungen hervorbringt.

Ein Staatstrojaner, ein scheinlegales Einbruchswerkzeug auf dem Computer, ist eine Falschmeldung, weil wie bei der Scheinselbständigkeit von einer Abhängigkeit definiert, in dem Fall von bei der Abschirmung vorgefundenen Programmierfehlern. Der Verwaltungsschaden durch den Einsatz übersteigt bei weitem jeden möglichen oder vermeintlichen Nutzen. Hier dürften Ansätze interessant werden diese zu Forschungszwecken einzufangen, d. h. am Einzelnutzermarkt einen professionellen digitalen Walfang danach zu organisieren, etwa durch Gewährleistung von Ausschlussdiagnosen.

Ein Prekärflieger ist eine Falschmeldung, weil er mit einer fiktionalen Kalkulation fliegt. Hier sind die tatsächlichen Folgekosten nicht mitbezahlt. Bei wahrheitsgemäßer Berechnung würde es den nicht geben. Der Prekärflieger ist das Werbegeschenk das vom Missbrauch von Mensch und Natur durch den militärischen Flugbetrieb abfällt. Die sogenannte „Berliner Luftbrücke“ von 1948 war eine Falschmeldung, die für einen Wahlkampf in Nordamerika fabriziert wurde. Es flogen zwar Flugzeuge, aber tatsächlich als mediale Darbietungseinlage mit gutgläubigen Statisten. Man lenkte sich so von den diplomatischen Herausforderungen ab.

Was all diese verbalen und nonverbalen Falschmeldungen gemeinsam haben ist ihre toxische Wirkung auf das Geschehen. Sie sind darauf angelegt eine entwicklungsoffene Situation in ihrem Potentialspektrum so zu verengen dass damit plumpe utilitaristische Interessen bedient sind. Und selbst wenn einmal nicht, ist es kaum möglich so dagegen vorzugehen dass es selbst nicht eine Menge Schaden anrichtet. Das Beste ist ganz darüber hinwegzugehen. Aber wenn das Gift bereits in den Organismus der gesellschaftlichen Kommunikation, der allgemeinen Alltagskultur und der gegenseitigen Konvention gelangt ist, was tun ? Kann umfassende Wahrheit ein Gegengift sein ? Da jede noch so abwegige Falschmeldung käuflich ist, kann dagegen vielleicht nur etwas völlig Unbestechliches abhelfen ?

Aus Börsensicht ist die Flut der Falschmeldungen ein Symptom eines behandlungsbedürftigen Geldsystems. Die Technik zur Verteilung der materiellen Privilegien arbeitet nicht so wie sie sollte, sondern bedient partikulare Interessen. Die Nebenwirkungen von Korruption bis Verelendung beinhalten auch das Phänomen der Falschmeldungen, welches ohne diese überschüssigen Energien gar nicht entstünde. Dies ist in unterschiedlichen Graden an Aggressivität mit allen bedeutenden Geldwährungen der Fall.

Von der reinen Vernunft her betrachtet folgt aus der Tatsache dass die Arbeit nur noch ein Nebenaspekt der Produktion ist, so wie der Tausch nur noch ein Nebenaspekt des Bezahlens ist, da das Geld nur noch durch seine akkumulierte Definitionsmacht gedeckt wird und nicht mehr materiell, dass eine friedfertige Nachkriegsordnung erfordert all diese Währungen zum bedingungslosen Grundeinkommen zu verpflichten. Mit anderen Worten, Nullzinspolitik heißt Handelskrieg ; daher heißt Handelsfriede Verteilungsgerechtigkeit. Die gehäufte Erscheinung von Falschmeldungen ist ein Alarmzeichen dass Geld als Waffe missbraucht wird.

Sobald sie nachgelassen haben wird es wieder möglich sein sich mit dem zu befassen was wirklich zählt. Etwa ob es einen Zusammenhang zwischen hässlichen Brillengestellen und schlechtem Charakter gibt. Und wenn ja, lassen die hässlichen Brillengestelle den Charakter schlecht werden, oder bestimmt der schlechte Charakter die schlechte Auswahl, oder gar überhaupt den Griff zur Brille ? Und falls so, was ist mit gezielten Ausnahmen die den offensichtlichen Anschein vermeiden um eine Erkennung zu behindern ?

Das Beispiel dient hier lediglich dazu zu veranschaulichen dass mutmaßliche Zusammenhänge qualitativ durchaus undurchsichtig sein können, selbst wenn sie quantitativ leicht erkennbar scheinen. Wahrscheinlich ist es so dass die Korrelation allgemeiner ist, zwischen schlechtem Charakter und Anfälligkeit für seelenlose Modeerscheinungen. Die Entfremdung durch den Kapitalismus – denn so neu sind diese Geschäftsideen tatsächlich nicht – ist nicht weniger selbstbehindernd als wenn einer seine Sportkonfiguration für das Maß aller Dinge hält. So bleibt am Ende von der Falschmeldung nur das was alle Gerüchte beinhalten.

https://bxl.indymedia.org/spip.php?article20331
https://bxl.indymedia.org/spip.php?article20641
https://bxl.indymedia.org/spip.php?article22206


posté le 3 novembre 2018  par Genosse Donjuan  Alerter le collectif de modération à propos de la publication de cet article. Imprimer l'article

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